Sonntag, Dezember 25, 2005

High Hopes

Liebe Leute

Es ist Weihnachten.
Ein sehr seltsames Weihnachten...

Ich bin gerade ziemlich zerrissen zwischen den Erlebnissen eines eigentlich recht gelungenen Abends mit leckerem Essen und schönen Geschenken, und dem was in mir drin passiert. Irgendwas fehlt, irgendwas ist einfach definitiv falsch.

Ich musste heute wieder nachdenken, als ich einem meiner Exfreunde eine SMS geschickt hab. Wieso lass ich immer ausgerechnet die Leute gehen, die mir am ehesten gut tun?
Nicht dass es jeweils ne andere Möglichkeit gegeben hätte.
Nein.
Es ist nur...scheinbar immer so dass ich mich an den Unmöglichen festklammere und die Möglichen hingegen........wie auch immer.

Aber ich bin ohnehin seit Tagen neben der Spur. Letzte Woche ist endlich die langerwartete Erkältung bei mir durchgebrochen, und dann wurde ich so heiser dass ich tagelang kaum sprechen konnte. Erst seit heute wird es zunehmend besser, klar, jetzt wo ich den HNO-Termin für nächsten Donnerstag habe.
Aber es wird nicht verkehrt sein wenn mich die Ärztin mal durchcheckt, ist ja nicht das erste Mal dieses Jahr dass meine Stimme plötzlich Schwierigkeiten macht ohne dass ich mich mehr als sonst auch angestrengt hätte. Vielleicht hab ich durch all den Heavy F***ing Metal meine Stimmbänder soweit strapaziert, dass ich nun eher zu derartigen Problemen neige. Vielleicht hab ich eh schon voll die Knötchen auf den Stimmbändern.

Ach, ich sollte einfach mehr saufen oder weniger nachdenken...das wär die Lösung...aber so leicht ist das halt nie.

Schöne Weihnachten wünsch ich euch.

Montag, Dezember 12, 2005

Freiheit!!!

Argh!!! Ich will ans Meer, ich will kaltes Salzwasser riechen, den Wind in meinen Augen und meinem Haar spüren, den Sand unter den Füßen, gegen das Krachen der Wellen anschreien...ich will hier raus und einen Strand entlanglaufen, der an der Steilküste liegt. Aaaargh!! Ich will mich auf einen Felsen legen und mein Gehirn von den Umgebungsgeräuschen für eine Stunde einfach abstellen lassen. Aaaaaaargh!

Überhaupt will ich endlich mal wieder laufen, richtig lange laufen, nicht nur drei Kilometer. Durch die freie Natur! Nicht wieder durch die Stadt. Oder diese paar Kilometer wenigstens mal wieder joggen. Lass uns joggen gehen, Andrew! Oh ja, verdammt, lass uns joggen gehen... Ich brauche dringend Schuhe mit denen ich das machen kann...auch wenns soweit nie kommen wird, denn es ist kalt, sehr kalt, da draußen.

Ich verdränge gerade wieder relativ erfolgreich alles Negative. Münster war - auf nicht nur eine Weise - eine kleine Katastrophe, und seitdem hänge ich ein wenig in den Seilen und bin noch dabei mich aufzurappeln. Einiges muss sich dringend noch ändern...immerhin kamen einige Dinge mal zur Sprache, auch wenn ich mich dank alkoholgeschädigtem Gehirn wieder kaum dran erinnern kann, und tief in mir drin sind einige Kognitionen ins Rollen gekommen, die zu meiner eigenen Selbsterhaltung dienen.

Eines scheint festzustehen: Ich glaube ich werde erst mal eine Weile allein bleiben, allein und...und vielleicht doch nicht ganz allein. Ähm...wie auch immer. (Bin ich schon wieder verwirrt oder kommt mir das nur so vor?)
Aber wie sagte eine Gestalt aus einem Buch von Patricia Vohwinkel so schön? "Wenn man etwas ausspricht, reduziert das die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es eintritt..."???
Scheiße, wenn das stimmt - was hab ich mir dann nur eingebrockt mit diesem Eintrag, und erst recht mit all den Dingen die ich die letzten Wochen ausgesprochen habe!!! *lach*

Für diese Woche klammere ich mich erst mal an zwei Kinobesuchen, zwei Konzerten (eins von unserem Ensemble und eins von Opeth) und einer Party fest. Yeah baby. Ich werde einfach so viel unternehmen dass ich nicht mehr zum Nachdenken komme. Hoffentlich.
Na, ganz so negativ klingt ja dieser Eintrag nicht mal.
And now...BlogThis!!!

Mittwoch, November 30, 2005

Ja das wenn ich mal wüsste.

Meine Damen und Herren,

wieder mal befinden wir uns einen Tag näher am Ende dieses seltsamen Jahres. Heute hatte ich beim Verlassen des Aldi-Marktes einen Krampf im Bein und jetzt das Gefühl, als hätte ich Muskelkater in selbiger Extremität. Gerade höre ich "Running in Circles" von X-Rated, einer Band die keiner kennt, und eventuell werde ich mir mangels anderweitiger Beschäftigung gleich ein Bier aufmachen (sensationell! Kate hat mal Bier im Haus!) und den Abend relativ früh ausklingen lassen. Müde genug um zu pennen wär ich eh schon, und das um halb 9......

Das is echt seltsam, da hab ich diese ganze Woche ständig nur zu tun, und jetzt gerade sitz ich da und weiß nicht was ich machen soll. Nun...ein paar Karten noch ausdrucken für den Trip nach Münster, jap. Aber das wars dann für heute ziemlich, mehr kann ich heute kaum noch erledigen. Morgen abend werd ich wohl packen für die Fahrt, wenn ich jetzt nicht plötzlich noch nen Motivationsschub bekomme, das wird wieder ein Spaß... Packen ohne angemessene Packmöglichkeiten ist Krieg!

Ansonsten bin ich natürlich wieder völlig verwirrt, wie immer halt. Mann oh mann, manche Dinge sollten einfach...anders sein, das würde mir das Leben wesentlich leichter machen.

Was ich ganz schlimm finde, ist, dass Aldi wohl kein Nasi Goreng mehr anbietet. Jedenfalls hab ich seit 8 Wochen keines mehr gesehen. Ich glaube ich muss da mal protestieren.

Ja naja, na dann. Ich grüße meine kleine, aber feine Leserschaft von diesem sinnlosen Abend.

Sonntag, November 27, 2005

Kate hat gerade ein Globusgefühl

Angst, Aufregung, Stress, Ekel, Trauer und Depressionen bewirken häufig ein Fremdkörper- und Engegefühl im Rachen. Es entsteht ein Würgegefühl und ein Schluckzwang, wie wenn man einen im Rachen steckenden Fremdkörper (Globus = Kugel, Ball) schlucken sollte, der sich jedoch trotz Schluckens nicht von der Stelle bewegt. Der Schluckakt ist im Gegensatz zu einer Schluckstörung nicht beeinträchtigt.

Das Globusgefühl kann folgende Empfindungen umfassen: Kloß im Hals, Fremdkörpergefühl, Kratzen, Brennen, Trockenheitsgefühl, Schleimgefühl, Räusperzwang, Schluckzwang, Schmerzen im Hals, die gelegentlich bis zu den Ohren ausstrahlen, im Extremfall ein Zuschnüren der Kehle, das als angstmachendes Erstickungsgefühl erlebt wird. Das Zuschnüren der Kehle ist ein typisches Angstsymptom.

Laut Psychoanalyse symbolisiert ein Globusgefühl bestimmte "Schluckprobleme". Man schluckt ein Problem hinunter und würgt daran.

Quelle: http://www.panik-attacken.de/angst/veg-kehle.html



Da sitz ich wieder mal... Irgendwie bin ich gerade in ein tiefes Loch reingefallen. Welche Sau hat das in meinem Garten gegraben?
Mein Garten ist ein Abgrund wilder Blumen. Jaja, Eric. Arsch. Vielleicht hats damit zu tun...Abgrund, Garten, Loch, passt doch zusammen.

Ich hab wieder zwei Sampler zusammengestellt. Drecksmelancholisch, zu 90%. Klar, meistens sind die traurigen Songs diejenigen, die die besseren Geschichten erzählen. Scheiß auf Partysongs, scheiß auf die klassischen Liebes-hach-ist-das-alles-schön-Lieder. Und doch befindet sich aus letzterer Kategorie mindestens ein Track auf der einen Platte... *seufz* aber der wollte, der musste unbedingt drauf, auch wenn ich schon wieder vergessen habe, wann ich auf die Schnapsidee gekommen bin.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich gerade irgendwo hingehe, wo ich so nicht heil wieder rauskomme. Ja, irgendwie gehts mir gerade relativ dreckig, wie sichs eben gehört wenn man in ein Loch im Garten fällt. Die letzte Zeit gings mir ja verhältnismäßig gut, aber das konnte ja nicht ewig so bleiben. Jetzt könnte ich seit mindestens einer Stunde (oder so) heulen, wenn ich mich nicht zusammenreißen würde. Genau das würd ich jetzt eigentlich auch gerne machen...na vielleicht tu ichs ja, wenn ich mich jetzt gleich ins Bett lege. Aber das glaub ich erst wenns soweit ist.

np: Savatage - Sleep
last f***ing song for tonight...

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PS:
blogger.com fordert mich mit diesem Beitrag zum ersten Mal auf, eine Wortbestätigung beim Eintragen dieses Posts zu machen, weil dieser mein Heimatblog ein "Spam-Blog" sein könnte. An alle die mich kennen: Ist das nicht ironisch? Ich und Spam! Wo kämen wir denn da hin?

Oder hat mich jemand als "fragwürdigen Blog" bei Blogger angeschwärzt? For what reason? Wenns so gewesen sein sollte, Leute, sagt mir das doch bitte auch, ich wills auch wissen!

Nein, liebe Leute von Blogger! Das ist mein persönlicher Gedankenblog, für Dinge wie diese sind Blogs da, so "sinnlos" es auch scheinen mag dass ich hier meine Sorgen und sämtlichen Mist der Öffentlichkeit preisgebe. Gute Nacht allerseits.

Samstag, November 19, 2005

Ich habe definitiv keine Ahnung von pen&paper.

Da sitz ich wieder mal und denke über alles nach.
Wenn man zuviel über sich selbst nachdenkt, verliert man alles außenherum aus den Augen, auch Dinge die die eigenen Gedanken vielleicht beeinflussen könnten.

Aber, nun, ich denke viel über mich nach, aber ja nicht nur. Ich denke sehr viel über ein paar Menschen nach und darüber, was in ihnen so vorgehen mag. Ich denke mir, was das gerade für ein Chaos von Kognitionen und Emotionen in mir und manchen von ihnen sein mag. Ich denke über das nach, was nicht offen gesagt wird, sondern eher in Untertönen verborgen liegt (ach, was heißt verborgen...). Darüber, was doch manchmal für seltsame Dinge passieren, die mich wieder aus der eben erst errungenen Fassung bringen. Darüber, was mein Auto doch für ein seltsames Ding ist. Ob ich mir um manche Menschen Sorgen machen sollte. Ob ich mir vielleicht eher um mich selber Sorgen machen sollte. Darüber, dass ich eigentlich gerade sanft mit drei Decken umwickelt werde, und dass mir dabei dennoch kalt ist. Darüber dass ich nicht weiß, wo die Reise nun hinführen soll. Was zu weit geht und was noch im Rahmen wäre.
Himmel, wenn das alles nur mal einfacher wäre.
Aber so ist das nun mal, scheint fast, als ob das das Leben wäre, das immer weitergehende, das scheinbar nie enden wollende. Jeden Tag das Gleiche, und doch immer wieder neu...manchmal fühlt man sich, als wäre man der König der Welt, und manchmal zerreißt es einen beinahe. Mich momentan in drei bis vier Stücke. Klasse. Macht Spaß.

Ja, solche Texte entstehen halt wenns drei Uhr nachts ist. Scheint als würde bei mir müdigkeitsbedingt eine leichte formale Denkstörung vorliegen.
*diesen Eintrag nicht mehr durchliest und einfach mal veröffentlicht und dann ob der Sinnlosigkeit der derzeitigen Momente schleunigst schlafen geht*

Dienstag, November 15, 2005

Nachricht

Flugzeuge Im Bauch - Herbert Grönemeyer

Du hast'n Schatten im Blick
dein Lachen ist gemalt
deine Gedanken sind nicht mehr bei mir
streichelst mich mechanisch
völlig steril
eiskalte Hand
mir graut vor dir

fühl' mich leer und verbraucht
alles tut weh
hab' Flugzeuge in meinem Bauch
kann nichts mehr essen
kann dich nicht vergessen
aber auch das gelingt mir noch

gib mir mein Herz zurück
du brauchst meine Liebe nicht
gib mir mein Herz zurück
bevor es auseinanderbricht
je eher du gehst
um so leichter wird's für mich

ich brauch' niemand der mich quält
niemand der mich zerdrückt
niemand der mich benutzt wann er will
niemand der mit mir redet nur aus Pflichtgefühl
der nur seine Eitelkeit an mir stillt
niemand der nie da ist
wenn man ihn am nötigsten hat
wenn man nach Luft schnappt
auf dem Trocknen schwimmt
laß mich los
laß mich in Ruhe
damit das ein Ende nimmt

gib mir mein Herz zurück
du brauchst meine Liebe nicht
gib mir mein Herz zurück
bevor es auseinanderbricht
je eher du gehst
um so leichter wird's für mich...

Dienstag, November 08, 2005

Miau

Ich bin das zahmste Kätzchen auf der ganzen Welt. Eine Gefahr für niemanden. Keine Krallen. Man könnte mich an der Leine führen wie einen Hund. Ängstlich. Stets darauf bedacht nicht ins Abseits zu geraten. Hauptsache man füttert mich. Schwach, zerbrechlich, empfindlich. Jeder Windhauch haut mich um. Einigermaßen stark fühle ich mich nur, wenn ich noch Schwächere finde, auf denen ich herumhacken kann.
Das kanns doch nicht sein?!

Sonntag, November 06, 2005

Between the hammer and the anvil

Irgendwo zwischen Himmel und Hölle befindet sich das Stückchen Dreck auf dem wir leben. Hmmm... Dreck drückt schon ziemlich viel von dem aus was man auf Erden leider sieht heute.

Ich komme grad aus dem Himmel, mir gings letzte Nacht und heute morgen mal endlich wieder richtig gut, es ist einfach nichts schiefgegangen von dem was ich alles befürchtet hatte...

Und dann sitzt plötzlich wieder die Wirklichkeit neben einem, die traurige Wirklichkeit. Wohl noch nicht ganz in der Hölle sitze ich, aber Fegefeuer triffts wohl recht gut. Es ist einfach...haarsträubend wie ich mich gerade fühle, zermürbt von all dem Hin und Her, dem Wechsel zwischen heiß und kalt, ja oder nein, Spaß oder Ernst, Freude und Traurigkeit, der Positivität der Selbsterhaltung und der Negativität die darin liegt, Andere zu verletzen. Und oft liegt all das so nah beieinander dass ich kaum noch genau sagen kann wo ich mich gerade befinde. Es liegt oft nicht nur nahe beieinander, es scheint.......beinahe eins zu sein. Wo Licht ist, ist nun einmal immer auch Schatten.

Was ist der Sinn von alledem? Bisher hab ich fast in allem was mir in meinem Leben passiert ist irgendwann einen Sinn gefunden. Irgendwann; oft nicht gleich, sondern eher langfristig. Mal sehen ob sich hier auch eines Tages einer finden lässt. Bis dahin werde ich wohl mit Bauchschmerzen leben müssen...

Samstag, November 05, 2005

Despair

Bitte keine Wut jetzt, nicht jetzt...
Keine Assoziationen zu diesem Song von Arch Enemy.
Nicht heulen.
Nicht nachdenken über morgen.
Am besten gar keine Gedanken!
Hoffen dass alles irgendwie doch noch gut wird...nur wie?
Jetzt hätt ich gerne einen Weg hier raus.
There's nowhere to run to, nowhere to hide.

Donnerstag, November 03, 2005

...silence...

Und nun bin ich grad ein bisschen am Trinken und stelle tatsächlich fest dass ich keine wirkliche Lust auf Alkohol habe. Nun...gut.

Die Schlinge um den Hals ist einem Messer im Magen gewichen. Aus verzweifelter Bedrängnis ist einfach nur heiß pochende Traurigkeit geworden.
Welchen Preis zahle ich für diese Freiheit?
Wie lange wird es dauern, bis ich weiß, ob diese Entscheidung die bessere war?
Doch was wäre die Alternative gewesen?
Mir fällt keine ein.

Es tut weh. Und mir selbst tut es fast noch mehr weh dass ich für mein eigenes Seelenheil einer anderen Person das Herz brechen musste.
Musste ich das tun?

Liebe...wer weiß schon was das ist...und was dazu gehört...

Ich hasse es. Ich hasse es!!!
Hoffentlich ändert sich das alles irgendwie möglichst bald, denn das ist einfach ein grauenhafter Zustand, der letztlich mehr von meiner Freiheit auffrisst als er neu entstehen lässt.

Montag, Oktober 31, 2005

Wer braucht schon Drogen...

...wenn er doch mit MUSIK das selbe erreichen kann?

Jetzt gerade hab ich zum ersten Mal seit Ewigkeiten so etwas wie eine gelöste Stimmung vorzuweisen, die länger als nur ein paar Minuten anhielt. Aber sie ist bereits im Verfliegen; die derzeitige Situation ist wohl doch noch zu verzwickt.

Das hing zum Beispiel mit dem Blog eines ähnlich verwirrten Wesens (ich grüße dich :D) zusammen, das hat mir gerade einige wunderbare Lacher beschert, und ich bin noch lange nicht durch...

Auch könnte es etwas damit zu tun haben dass ich dieses Wochenende tatsächlich so gelangweilt war, dass ich ein bisschen was für die Uni erledigt habe. Und das am Ende der gerade mal zweiten Uniwoche, wo noch lange keine wirkliche Arbeit anliegt.
Wenn das so weitergehen würde, könnte ich tatsächlich mal was vom Semester mitnehmen! Dies muss ich irgendwie verhindern. Abhilfe schaffen könnten da beispielsweise ein Generalbesäufnis, eine Bandgründung, ein abwechslungsreiches und mitreißendes Fernsehprogramm, Drogenexperimente, Ausflüge ins Gefängnis, oder...was weiß ich alles...das Problem ist lediglich, dass nichts von alledem momentan anzustehen scheint (besonders das mit dem Fernsehprogramm ist aussichtslos). Oft bin ich nun vor lauter Langeweile so verzweifelt dass ich dann am Wochenende tatsächlich Skripte ausgerechnet von den wiederum langweiligsten Veranstaltungen durcharbeite. Der Professor der Vorlesung auf die ich gerade anspiele hat das eigentlich überhaupt nicht verdient, und die Inhalte seines Faches interessieren mich eigentlich nicht im geringsten. Aber...egal, irgendwas muss der Mensch ja tun um nicht vor Langeweile zugrunde zu gehen.

Ein wichtiger Punkt ist, dass ich mir vorgenommen habe, den Knoten der derzeitigen Situation morgen endlich ein wenig zu lockern. Zeitweise hab ich mich echt gefühlt als hätte ich eine Schlinge um den Hals liegen, die sich immer weiter zuzieht. Lange hätte das nicht so weitergehen können. So nicht! Meine Kräfte sind nicht unbegrenzt, und da ich momentan weiß Gott genügend andere Probleme hab, wurde es in der letzten Zeit allmählich etwas mühsam, mit der Gesamtsituation klarzukommen.

Es ist halt nur immer irgendwie ernüchternd, festzustellen, dass man selbst es war, der den Strick gedreht, den Knoten geknüpft und sich die Schlinge ums Genick gelegt hat. Nun, wer sich selbst die Suppe einbrockt, der sollte sie auch selber wieder auslöffeln. Ich werds versuchen, mehr kann ich nicht tun.

Morgen gehts wieder ins Gefecht. Eine Vorlesung, ein Seminar, und danach verdammt viel Redebedarf. Ich hab keine Ahnung wohin die Reise geht, aber ich hoffe dass sich endlich mal was ändert.

Doch, jetzt fällts mir wieder ein wohin ich muss: Nach Norden gehts! Endlich nach Norden!

Freitag, Oktober 28, 2005

Anmerkung

Was ist das eigentlich für ein scheiß Horoskop? Horoskope sollten doch Antworten liefern, und nicht Fragen, die ich bereits kenne! Da macht es sich jemand etwas zu leicht. Und mir nur schwerer.
Horoskope, dass ich nicht lache...soweit kommts noch.

Ich glaube ich muss endlich mal wieder schwimmen gehen. Eine der Variablen die im Spiel sind manipulieren und sehen was sich dann ändert. Ob sich etwas ändert.

Sinnlose Message

Hey du! Ja, du.
Ein kleines Stück hast auch du damals von mir behalten. Trägst du es noch bei dir? Pflegst du es gelegentlich? Oder ist es schon eingegangen?
Ein kleines Stückchen von mir ist damals mit dir gegangen. Und ich danke dem Leben dafür.

Manche Dinge passieren nicht ohne Grund.

Mein Horoskop hat wieder mal gepasst wie die Faust aufs Auge. Die Zeit wird zeigen wie die Antwort auf die dort gestellte Frage lauten sollte.

Dienstag, Oktober 18, 2005

Mir ist kalt... (Teil 3)

Ich hab mir das eben noch einmal überlegt. Die metaphorisch verwendete Eisscholle (wofür steht sie überhaupt genau?)...

Einmal angenommen ich säße wirklich auf einer Eisscholle und würde vom Festland wegtreiben:

Ich habe das Gefühl, wenn ich mich gleich entscheiden würde, solange die Eisplatte unter mir noch dick ist, hätte ich eher den Mut, tatsächlich weg von der Antarktis und irgendwo nach Norden zu schwimmen.

Je kleiner die Scholle wird, desto mehr würde ich Angst bekommen und dazu neigen, doch wieder zur Antarktis zurückzuschwimmen. Einfach weil dort das Ziel noch vor Augen liegt und der Weg nicht so weit ist. Nicht dass der Endzustand dann der erstrebenswerteste wäre.

(Mist, zu lange gewartet!)

Doch auf die Dauer könnte ich dort nicht bleiben. Es ist einfach zu kalt, mehr als ein kurzer Aufenthalt wäre kaum noch möglich. Irgendwie müsste ich wegkommen. Ein Boot, das mich die ganze Strecke mitnimmt, sehe ich nicht. Vielleicht mutwillig eine Eisscholle abbrechen und auf ihr ein Stück weit weg treiben, und dann erst schwimmen?

Und ja, es können Boote und Inseln auf meinem Weg liegen. Ich denke sie werden dort sein.

Aber man muss immer achtsam sein, wenn man auf sie trifft:

Sich nicht zu lange an Inseln festklammern, wenn man merkt, dass die Ressourcen des Eilandes allmählich zur Neige gehen, dass das letzte Süßwasser getrunken und die letzte Kokosnuss geknackt ist (...dann werdet ihr merken, dass man Sand nicht essen kann! *g*). Und darauf achten, dass keine gefährlichen Tiere irgendwo im Dschungel der Insel lauern.

Und die Boote... Bloß vorsichtig sein im Umgang mit ihnen. Sie können vieles tragen, aber nicht alles. Wenn man nicht aufpasst, könnte man ein Leck in den Boden schlagen und das Boot versinkt.

Vielleicht sollte ich einfach einen Deal mit einem Hochseedampferkapitän eingehen. Er nimmt mich mit um die Welt und ich helfe ihm dafür beim Krabbenpulen. (Gibt es Krabben nicht nur in flacheren Gewässern? Ach egal. Hier endet der Vergleich!!!)

Lieber in der Karibik im warmen Wasser ersaufen als in der Antarktis erfrieren!

Dienstag, Oktober 11, 2005

Mir ist kalt... (Teil 2)

Ein Ausweg nach dem anderen scheint sich davonzumachen, sich leise hinwegzustehlen in einer Nacht oder der nächsten, so langsam und unauffällig jedoch, dass man es erst Wochen oder Monate später richtig zur Kenntnis nimmt.

Auswege...Ausflüchte...Traumwelten...

Kein Gesicht dürften sie haben, damit sie mich an niemanden erinnern.
Keine Ohren, damit ich nichts falsches sage.
Und keine Augen, damit ihnen nichts missfällt.
Immer da wenn ich sie brauche, doch nie wenn ich allein sein will.
Und keine Fehler dürften sie natürlich haben, keine Fehler. (Na...bis auf das mit den Augen und so weiter.)
Aber warm sollten sie sein, im Herzen und auf der Haut.

Mir scheint, ich sitze auf einer Eisscholle und treibe immer weiter weg vom Festland der Antarktis. Die Zeit wird knapp, sie beginnt schon zu schmelzen unter mir. Doch was tun? Ich überlege so lange, dass ich ertrunken sein werde, noch ehe ich zu einer Entscheidung gekommen bin.
Offenbar ist ein Sprung ins kalte Wasser nötig.
Doch...in welche Richtung werde ich schwimmen? Die überschaubare Strecke zurück zu diesem kalten Land von dem ich kam? Oder aufs offene Meer hinaus, umgeben von Haien, stets in der Gefahr auf dem Weg zu ertrinken, gezwungenermaßen immer wieder kaltes salziges Wasser schluckend, doch in der Hoffnung, vielleicht doch irgendwann eine einsame tropische Insel ganz für mich allein zu finden? Die Wahrscheinlichkeit scheint so gering...doch welche Wahl bleibt mir?
Langsam erfrieren oder doch ertrinken?
Welcher Tod ist der schönere?
 
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